Die Beteiligung der Bürger an den jüngsten Erdbebenübungen in Pozzuoli auf den Phlegräischen Feldern war äußerst gering. Trotz der Erwartungen und Bemühungen lokaler, regionaler und nationaler Institutionen erschienen nur etwa 30 Personen von den erwarteten über 200 Anmeldungen.
In Neapel war die Situation noch schlechter: Dort nahmen trotz der Aufstellung von fünf Pavillons und der Anwesenheit zahlreicher Zivilschutzmitarbeiter, Freiwilliger sowie Vertreter von Vereinen und Gesundheitseinrichtungen nur 16 Personen teil. Der Bürgermeister von Bacoli berichtete von einer besseren Beteiligung: Rund hundert Bürger nahmen an den Übungen teil.
Diese Übungen dienten der Überprüfung des Notfallplans für die Region angesichts des Risikos von Bradyseismus und seismischer Aktivität. Zivilschutzminister Nello Musumeci äußerte sich enttäuscht über die geringe Beteiligung und nannte sie „entmutigend“. Er betonte die Wichtigkeit von Prävention und bürgerschaftlichem Bewusstsein.
„Von über 100.000 Einwohnern haben sich lediglich 300 Bürger für die Zivilschutzübungen in den Phlegräischen Feldern angemeldet, um die im Notfallplan für das von Bradyseismik betroffene Gebiet festgelegten Einsatzverfahren zu testen“, erklärte Musumeci mit großem Bedauern.
Der Leiter des Zivilschutzes, Fabrizio Curcio, betonte ebenfalls die Notwendigkeit einer stärkeren Einbindung der Bevölkerung und hob hervor, dass die Übungen nicht nur ein praktischer Test, sondern auch eine Gelegenheit zur Stärkung des Zusammenhalts zwischen Bürgern und Institutionen seien.
Die Simulationen umfassten verschiedene seismische Szenarien unterschiedlicher Stärke und verdeutlichten die Einsatzbereitschaft der lokalen Krisenstäbe, die Aktivierung der Notfallkommunikationsnetze und die Rolle der Freiwilligen im Krisenmanagement.