Ich bin für zehn Tage in den Urlaub an die Küste gefahren.

Ich stand wie angewurzelt da, hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, etwas zu greifen und es zu beseitigen, oder dem Wunsch, das Haus ganz zu verlassen. Die Angst hielt mich wie festgenagelt. Unruhe und Stress.

Schließlich zwang ich mich, näherzukommen. Selbst dann hielt ich Abstand, betrachtete es aufmerksam und versuchte, das Gesehene zu begreifen.

Später, nach einer Online-Recherche und dem Vergleich von Bildern, wurde mir die Wahrheit klar. Es war nichts Lebendiges.

Es war eine Ansammlung von Haaren, Seifenresten, Körperölen und Schmutz, die sich im Laufe der Zeit zu einer dicken Masse im Abflussrohr gebildet hatte.

Die Angst verflog schnell und wurde von einer Mischung aus Erleichterung und Ekel abgelöst. Nichts war in mein Zuhause eingedrungen; es war lediglich eine Erinnerung daran, wie schnell sich unsichtbare Ablagerungen ansammeln können, bis man sie nicht mehr ignorieren kann.