Medikamente, die Ihr Augenlicht rauben
Es gibt drei Hauptarten von Katarakten: den nukleären (im Zentrum), den kortikalen (in der Peripherie, oft im Zusammenhang mit Diabetes) und den hinteren subkapsulären (hinteren Linsenabschnitt). Letzterer steht insbesondere im Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Medikamente.
Hier sind die wichtigsten Medikamentengruppen, die als Auslöser identifiziert wurden:
Kortikosteroide: Ob in Tablettenform (Prednison, Hydrocortison), als Creme oder Inhalator gegen Asthma und COPD (Budesonid, Fluticason). Die Langzeitanwendung von Steroiden ist eine Hauptursache für hintere subkapsuläre Katarakte.
Antidepressiva und Psychopharmaka: Häufig verschriebene Medikamente wie Sertralin (Zoloft), Fluoxetin (Prozac), Citalopram (Celexa) und Paroxetin (Paxil) stehen auf der Liste der Substanzen, die wahrscheinlich oder bekanntermaßen Katarakte auslösen können.
Herzmedikamente: Amiodaron und bestimmte Statine zur Cholesterinsenkung.
Krebsbehandlungen: Tamoxifen und Methotrexat.
Medikamente gegen Gicht: Allopurinol.
Darüber hinaus führt ein bestimmter chirurgischer Eingriff, die Vitrektomie (häufig bei Netzhautablösung durchgeführt), in fast 70 % der Fälle innerhalb eines Jahres nach der Operation zur Entwicklung eines Katarakts.
Der Mechanismus: Oxidativer Stress und ein Abfall des Glutathionspiegels.
Warum schädigen diese Medikamente das Auge? Der gemeinsame Nenner ist oxidativer Stress. Die Augenlinse benötigt starke Antioxidantien, um transparent zu bleiben. Die oben genannten Medikamente sowie Umweltgifte verbrauchen die Glutathionreserven des Körpers – des wichtigsten Antioxidans – und erhöhen den Wasserstoffperoxidgehalt im Auge.
Wenn der Glutathionspiegel sinkt und die Oxidation zunimmt, verklumpen die Proteine in der Linse und verursachen die charakteristische Trübung, die als Katarakt bekannt ist.
Natürliche Lösungen: Vorbeugung und Behandlung
Die gute Nachricht: Die Wissenschaft hat auch Gegenmittel gefunden. Studien an Menschen und Tieren haben gezeigt, dass sich Linsentrübungen durch die Wiederherstellung des Antioxidantienspiegels stoppen und rückgängig machen lassen. Hier ist das Protokoll, basierend auf den Forschungsergebnissen von Dr. Ardis.
1. Vitamin C: Der körpereigene Sonnenschutz
Das Kammerwasser (die Flüssigkeit vor der Linse) enthält normalerweise 20- bis 70-mal mehr Vitamin C als Blut. Es wirkt als physiologischer Sonnenschutz gegen UV-Strahlung und Oxidation. Geringe Dosen reichen jedoch nicht aus, um den Vitamin-C-Spiegel im Auge zu erhöhen.
Studien zeigen, dass eine Dosis von mindestens 1000 mg pro Tag erforderlich ist, um einen signifikanten Anstieg im Auge zu erzielen. Es dauert etwa 12 Stunden, bis das Vitamin C die Linse erreicht. Dies ist die erste Verteidigungslinie.
2. Taurin: Wiederherstellung des Glutathionspiegels
Taurin ist eine essentielle Aminosäure für die Augengesundheit. Studien an Kaninchen haben gezeigt, dass selbst bei künstlich herbeigeführten Katarakten die gleichzeitige Gabe von Taurin deren Entstehung vollständig verhindern kann. Taurin trägt zur Regeneration des Glutathionspiegels in der Linse bei.
3. Vitamin D3: Bei hinterem Grauen Star
Vitamin-D-Mangel ist stark mit nukleärem und hinterem subkapsulärem Grauen Star assoziiert. Eine bemerkenswerte Studie zeigte, dass bei Patienten mit beginnendem Grauen Star die tägliche Einnahme von 5.000 IE Vitamin D3 innerhalb von zwei Jahren zu einer vollständigen Rückbildung des Grauen Stars führte.
4. N-Acetylcystein (NAC)
NAC ist eine direkte Vorstufe von Glutathion. Wie Taurin hemmt es nachweislich medikamenteninduzierten Grauen Star, indem es die natürlichen antioxidativen Abwehrkräfte des Auges stärkt.
5. Heidelbeerextrakt und Vitamin E
Eine klinische Studie mit einer Kombination aus Vitamin E und Heidelbeerextrakt (Vaccinium myrtillus) zeigte erstaunliche Ergebnisse: Die Behandlung stoppte das Fortschreiten der Linsentrübung in 97 % der Fälle.
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