Sie lachte leise und freudlos auf.
„Das ist es, was mir am meisten Angst macht, Sir. Dass man ein Leben zerstören kann, ohne es überhaupt zu merken.“
Alejandro senkte den Kopf. Dieser Satz beleidigte ihn nicht. Er wies ihn in seine Schranken.
Unten hupte ein Auto. Dann Schritte auf der Treppe. Carmen spannte sich sofort an. Sie presste die Mappe an ihre Brust und flüsterte, dass sie gehen müsse, dass alles nur noch schlimmer werden würde, wenn Anwalt Ortiz ihm gefolgt sei. Alejandro blickte auf.
„Ortiz? Mein Anwalt?“
Bevor Carmen antworten konnte, klopfte es an der Tür.
Es war kein Besucherklopfen.
Es war ein Warnklopfen. Und eine vertraute Stimme, kalt, vollkommen höflich, ertönte aus dem Flur:
„Mr. Montes, halten Sie sich von dieser Frau fern. Es gibt Dinge, die Sie in diesem Fall noch nicht verstehen.“
Alejandro sah Carmen an, dann Mateo, dann …
Er umklammerte die Mappe fest in seinen Händen.
Und zum ersten Mal in seinem Leben begriff er, dass die Gefahr nicht außerhalb seiner Firma lauerte.
Er hatte jahrelang in seinem Büro gesessen.
Was geschah als Nächstes…? Casay Garden