Ich habe einen Mann geheiratet, der 30 Jahre älter war als ich, wegen seines Vermögens. Nach seiner Beerdigung überreichte mir sein Anwalt eine Schachtel und sagte: „Er hat dafür gesorgt, dass Sie genau das erhalten, was Ihnen zusteht.“

„Elena“, sagte er, „Russell hat Anweisungen hinterlassen.“

Sie sollten persönlich, im Beisein seiner Kinder, überbracht werden.

„Morgen früh“, sagte er. „Um neun Uhr in meinem Büro.“

Dann wurde seine Stimme sanfter.

„Er bat mich, seine letzte Anweisung zu wiederholen: Vertraue ihm.“

Die Kälte der Beerdigung hing mir noch immer an der Haut, als ich mich am nächsten Tag in der Kanzlei des Anwalts hinsetzte.

Marlene und ihre Geschwister waren schon da, wie eine Jury aufgestellt. Sie schlug die Beine übereinander und neigte den Kopf zu mir.

„Wie großzügig von Ihnen, dass Sie kommen“, sagte Marlene. „Wann gedenken Sie, das Haus unseres Vaters zu verlassen?“

Ich faltete die Hände, um das Zittern zu unterdrücken.

Eine kleine Holzkiste stand auf dem Schreibtisch. Von einem Testament war weit und breit nichts zu sehen.

Der Anwalt rückte seine Brille zurecht und sah uns alle an.

„Russell bat Sie, seine Anweisungen der Reihe nach zu befolgen.“