Ich habe einen Mann geheiratet, der 30 Jahre älter war als ich, wegen seines Vermögens. Nach seiner Beerdigung überreichte mir sein Anwalt eine Schachtel und sagte: „Er hat dafür gesorgt, dass Sie genau das erhalten, was Ihnen zusteht.“

Eine Kellnerin, die sich mit Geld über Wasser hielt, glaubte, endlich ein Zufluchtsort gefunden zu haben, als ihr ein wohlhabender Witwer ein Leben fernab von überfälligen Rechnungen und geschwollenen Füßen anbot. Doch in seinem eleganten Haus waren nicht alle der Meinung, dass sie dort hingehörte, und ein Satz ihres neuen Ehemannes sollte sie noch lange nach der Hochzeit verfolgen.

Die Wohnung roch nach Instantnudeln und Regen, der durch ein Fenster drang, das nie richtig schloss. Ich saß auf dem Bett und sortierte mein Trinkgeld in kleine Häufchen auf der Bettdecke: Miete, Strom, Essen.

Das Essenshäufchen war immer das kleinste. Meine Füße schmerzten in Socken, die ich zwölf Stunden lang getragen hatte, und mit zweiunddreißig lebte ich immer noch von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck und fühlte mich, als würde ich unter Wasser die Luft anhalten.

Das Benefizessen kam wie eine Last-Minute-Schicht: schwarze Hose, weißes Hemd und ein Tablett mit Champagnergläsern auf dem Unterarm.

Ich hatte Mittag- und Abendessen ausfallen lassen, um in die Uniform zu passen, und die Kronleuchter über mir verschwammen vor meinen Augen. Da bemerkte Russell mich, mit grauen Schläfen, in einem Anzug, der wahrscheinlich mehr kostete als mein Auto.