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Was wäre die Alternative? Statt den Beitrag für alle zu erhöhen, könnte Warken auch einfach die Beitragsbemessungsgrenze anheben. Steigt sie auf rund 85.000 Euro, hätte das für die Pflegekassen denselben Effekt wie eine Erhöhung des Beitrags um 0,1 Prozentpunkte. Dann kämen die Mehreinnahmen aber nur von denjenigen, die mehr als 69.750 Euro im Jahr verdienen. Für jemanden mit 85.000 Euro Jahresgehalt stiege der Beitrag von 418,50 Euro auf 510 Euro. Das wären rund 0,1 Prozent mehr von seinem Bruttogehalt. Für jemanden mit 200.000 Euro Bruttogehalt stiegen die Sozialabgaben um 0,05 Prozentpunkte.
Gesundheitsreform: Medikamentenzuzahlungen verdoppeln sich
Was ist geplant? Bei der anstehenden Gesundheitsreform sollen die Zuzahlungen für Medikamente von bisher fünf bis zehn Euro auf 7,50 bis 15 Euro erhöht werden. Das entspricht in etwa einer Inflationsanpassung. Die Zuzahlungen sind seit 2004 gleich.
Warum ist das ungerecht? Auch hier gilt: Eine pauschale Erhöhung trifft Menschen härter, je geringer ihr Einkommen ist. Hinzu kommt, dass Menschen mit geringerem Einkommen auch häufiger krank werden. Sie können sich etwa weniger gesund ernähren, haben weniger Zeit für Sport, generell einen stressigeren Lebensstil aufgrund der finanziellen Situation. Eine Erhöhung der Zuzahlung trifft sie also aus zwei Gründen stärker als wohlhabendere Menschen.
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