Mit sechs Jahren versprach ich meinem besten Freund mit Down-Syndrom, dass wir zusammen zum Abschlussball gehen würden. Zwölf Jahre später erlaubte mir meine Mutter, unter einer Bedingung mit ihm zu gehen.

Aber Noah hatte schon genug gehört.

Nach dem Unterricht fand er mich in der Nähe der Würfel.

– Chrissy?

– Das?

„Würdest du mich lieben?“

Ich erinnere mich daran, dass ich mir über diese Frage sehr ernsthaft Gedanken gemacht habe.

– Vielleicht.

Ihr Gesicht strahlte.

“Ach wirklich?”

Da wurde mir klar, dass ich versehentlich einen anscheinend rechtsverbindlichen Vertrag abgeschlossen hatte.

Also fügte ich das Einzige hinzu, was meinem sechsjährigen Gehirn einfiel.

„Aber zuerst müssen wir zum Abschlussball.“

Noah runzelte die Stirn.

– Was ist Tanzen?

„Ein Tanz.“

„Jetzt haben wir Tänze.“

„Nein. Der Abschlussball ist, wenn wir fast erwachsen sind.“

Er dachte darüber nach.

Dann streckte er seinen kleinen Finger aus.

– Versprechen?

Ich habe meinen um seinen gehängt.

“Versprechen”.

Ich habe es vor dem Abendessen vergessen.

Noah hat es nicht getan.

Zwölf Jahre sind eine lange Zeit, damit eine Freundschaft die Kindheit überdauert.

Freundschaft

Bei uns war das irgendwie der Fall.

Wir hatten nicht alle Kurse zusammen.

Wir haben andere Freunde gefunden.

Wir entwickelten völlig unterschiedliche Interessen