

Die anderen Frauen blickten uns mit Mitleid, Entsetzen und Erleichterung an, nicht an seiner Stelle zu sein. Die Soldaten wandten den Blick ab. Selbst die brutalsten Wachen schienen sich unwohl zu fühlen. Von Steiner jedoch blieb ungerührt. An einem Februarnachmittag bestellte er uns in sein Büro. Wir, die drei Schwestern vom Felsen, standen da, während er Dokumente unterzeichnete, ohne uns eines Blickes zu würdigen.
Schließlich blickte sie auf und sagte in nahezu perfektem Französisch: „Sie werden hier gebären. Die Kinder werden als Kriegswaisen registriert und in geeignete deutsche Familien gegeben. Sie werden wieder arbeiten gehen, sobald es Ihre Gesundheit zulässt.“ Es gab keinen Raum für Diskussionen. Es gab kein Einspruchsrecht. Séverine brachte im April 1943 ihr erstes Kind zur Welt.