Die Mutter reagierte sofort heftig: „Nur weil deine Schwester einen netten Kerl hat, heißt das nicht, dass du das Recht hast, ihn ihr zu verderben, Claire.“
Claires Gesichtsausdruck verriet jene alte, vertraute Wunde: die Wunde, die sie in sich trug, nachdem sie so oft als „die Schwierige“ bezeichnet worden war, dass sie praktisch zu einem Teil ihrer Identität geworden war.
„Ich versuche nicht, irgendetwas zu ruinieren“, antwortete sie kurz angebunden.
Der Vater trat vom Tisch zurück. „Dann hör auf, so zu reden.“
Claire stand auf und ging hinaus, ihre Zimmertür knallte im Flur zu. Niemand folgte ihr. Ich saß da, während meine Eltern ihre Warnung in Bitterkeit, Eifersucht und Claire verwandelten, die einfach nur Claire war.
Am nächsten Abend war mein Junggesellinnenabschied. Luftballons. Sektcocktails. Viel zu viel Pink. Ich versuchte, den Moment und mein Glück zu genießen, als Claire verspätet ankam, der Regen noch in ihren Haaren, in ihrer Arbeitskleidung.
Er fand mich in der Nähe der Bar. „Alice“, sagte er, als ob ihm die Zeit davon lief, „sagte die Hochzeit ab.“
Ich starrte sie an. „Was hast du gerade gesagt?“
Bitte kündigen Sie es.
“Warum?”