Fünf Jahre nach dem Ende ihrer Amtszeit sorgt Angela Merkel noch einmal für einen Moment mit Symbolkraft.
Ein vertrauter Ort, ein völlig neuer Auftritt

Fünf Jahre nach dem Ende ihrer Kanzlerschaft zieht Angela Merkel wieder ins Kanzleramt ein – allerdings in einer Form, die stiller kaum sein könnte. Die ehemalige Regierungschefin wird dort künftig als Gemälde präsent sein und damit Teil der sogenannten Ahnengalerie werden. Aus der einst mächtigsten Frau des Landes wird nun ein festes Motiv deutscher Zeitgeschichte.
Gerade dieser Wandel macht die Szene so besonders: Wo einst politische Entscheidungen getroffen wurden, hängt nun bald ihr Porträt. Merkel selbst soll den Moment mit bemerkenswerter Nüchternheit beschrieben haben. Auf die Frage, wie es sich anfühle, bald Teil dieser Galerie zu sein, sagte sie: „Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird.“ Ein Satz, der zwischen Ironie, Distanz und historischem Gewicht schwebt.
Doch was bedeutet dieses Bild eigentlich für das Haus, das Merkel über viele Jahre geprägt hat? Genau dort wird die Geschichte noch interessanter.