Übermäßiges Waschen stört die gesunde Hautflora
Unsere Haut beherbergt Milliarden nützlicher Bakterien, die uns vor schädlichen Keimen schützen. Tägliches Duschen, insbesondere mit antibakteriellen oder stark parfümierten Seifen, kann dieses Gleichgewicht stören. Werden die gesunden Bakterien zu häufig abgewaschen, wird die Haut anfälliger für Hautausschläge, Pilzinfektionen und Entzündungen.
Ärzte wissen mittlerweile, dass übertriebene Sauberkeit die natürlichen Abwehrkräfte der Haut schwächen kann – insbesondere bei älteren Menschen.
Erhöhtes Sturz- und Erschöpfungsrisiko
Duschen dient nicht nur der Hygiene, sondern ist auch eine körperliche Aktivität. Für ältere Menschen kann das Ein- und Aussteigen aus einer rutschigen Dusche, langes Stehen und der Umgang mit heißem Wasser das Risiko von Schwindel, Erschöpfung und Stürzen erhöhen.
Stürze gehören zu den häufigsten Verletzungsursachen bei Senioren. Tägliches Duschen erhöht dieses Risiko unnötig, insbesondere für Menschen mit Gleichgewichtsstörungen, Arthritis, niedrigem Blutdruck oder nachlassender Muskelkraft.
Sauber sein heißt nicht täglich duschen
Eine wichtige Wahrheit: Für Sauberkeit ist tägliches Duschen nicht notwendig.
Die meisten Dermatologen und Geriater sind sich einig, dass für Erwachsene über 65 zwei- bis dreimaliges Duschen pro Woche in der Regel ausreicht – es sei denn, es liegt starkes Schwitzen, Inkontinenz oder eine Erkrankung vor, die häufigeres Waschen erfordert.
An Tagen, an denen nicht geduscht wird, genügen oft einfache Hygienemaßnahmen: